Hilfe für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen

„Kein Täter werden“ richtet sich an Personen mit sexuellem Interesse an Kindern. Wir bieten Vertraulichkeit, einen geschützten Rahmen und ein Therapiekonzept. Mit den Teilnehmenden erarbeiten wir Wege zu einem gesetzeskonformen und zufriedenen Leben.

Prof. Klaus M. Beier stellt das Angebot vor (2022)

Sprecher des Präventionsnetzwerks, 3 Minuten, mit Untertiteln

Therapiegespräch: ein Mann von hinten, ihm gegenüber sitzt eine Therapeutin

Was beschreibt Ihr Anliegen am besten?

Hilfesuchende

Ich fühle mich sexuell zu Kindern hingezogen und suche Hilfe.

Angehörige

Ich kenne jemanden, der ein sexuelles Interesse an Kindern hat, und suche Rat.

Fachkräfte

Ich möchte auf Personen mit sexuellem Interesse an Kindern adäquat reagieren.

Journalisten

Ich arbeite journalistisch und suche Informationen und Ansprechpartner.

666 Menschen sind derzeit im Netzwerk in Behandlung (Stand 31. Dezember 2025). Alle Zahlen

Teilnahmevoraussetzungen

Unser Angebot richtet sich an Frauen und Männer, Jugendliche und Erwachsene, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen.

Sie können sich an uns wenden,

  • wenn Sie deshalb niedergeschlagen und beeinträchtigt sind,
  • wenn Sie nie etwas getan haben und es auch nicht befürchten, aber mit niemandem darüber sprechen können oder sich deshalb zurückziehen,
  • wenn Sie bisher keine Straftaten begangen haben, aber befürchten, es in Zukunft zu tun,
  • wenn Sie bereits sexuelle Übergriffe begangen oder Missbrauchsabbildungen (juristisch: kinderpornografische Inhalte) genutzt haben und die Justiz davon nichts weiß,
  • wenn Sie dafür angezeigt oder verurteilt wurden und das Verfahren abgeschlossen ist.

Läuft gegen Sie ein Ermittlungs- oder Strafverfahren, können wir Sie in dieser Zeit nicht behandeln. Melden Sie sich wieder, wenn das Verfahren abgeschlossen ist, eine verhängte Strafe verbüßt ist und keine Auflagen der Justiz mehr bestehen, etwa Bewährung oder Führungsaufsicht.

In fünf Schritten zur Therapie

  • kostenlos
  • unter Schweigepflicht
  • ohne Namen möglich
  1. Sie melden sich
  2. Erstes Gespräch
  3. Einstieg
  4. Therapie
  5. Nachsorge

Ziel ist, dass es nicht zu sexuellen Übergriffen und nicht zur Nutzung von Missbrauchsabbildungen kommt – und dass es Ihnen psychisch besser geht.

Vereinfacht; Einzelheiten je nach Standort.

Mediathek

Berichte, Reportagen und Interviews über das Präventionsnetzwerk.

Aus dem Präventionsnetzwerk

„Kein Täter werden“ begann 2005 als Pilotprojekt am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Heute gibt es 13 Standorte in Deutschland und ein Online-Angebot für Menschen in Sachsen-Anhalt. In der Schweiz und in Liechtenstein gibt es eigenständige Angebote, die sich am Ansatz orientieren. Im Rahmen von Forschungskooperationen gibt es inzwischen auch in mehreren anderen Ländern Angebote, die sich auf einen vergleichbaren Ansatz stützen.