Wenn du dich zu jüngeren Kindern hingezogen fühlst

Du bist damit nicht allein. Viele merken das zum ersten Mal in der Pubertät. Hier steht, was du wissen solltest und wo du mit jemandem reden kannst.

Was du wissen solltest

Bin ich schuld?

Nein. Was dich sexuell anspricht, hast du dir nicht ausgesucht. Verantwortlich bist du für das, was du tust.

Gedanken sind keine Taten

Gedanken und Fantasien sind kein Übergriff, auch nicht, wenn du dich dabei selbst befriedigst. Entscheidend ist, was du tust.

Was verboten ist

Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 sind immer verboten, auch wenn das Kind scheinbar mitmacht.

Verboten ist auch, Missbrauchsabbildungen (juristisch: kinderpornografische Inhalte) anzuschauen, zu besitzen oder weiterzuschicken. Für jedes dieser Bilder und Videos wurde einem Kind etwas angetan.

Bleibt das so?

Ob das so bleibt, weiß bei dir noch niemand sicher. Aber du kannst lernen, gut damit umzugehen.

Mit wem du reden kannst

Für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren gibt es ein Angebot in Berlin, Hamburg, Hannover und Sachsen-Anhalt. Es kostet nichts, und alle dort haben Schweigepflicht. Du sprichst mit jemandem, der sich damit auskennt und dich nicht verurteilt. Wie oft ihr euch trefft, besprecht ihr gemeinsam.

Auch wenn schon etwas passiert ist, kannst du dich melden. Über das, was war, kannst du offen sprechen.

Kein Standort in deiner Nähe? Ab 14 Jahren kannst du dich bei Troubled Desire, einem Online-Programm der Charité, anonym und kostenlos informieren.

Und meine Eltern?

Was deine Eltern erfahren, besprechen wir vorher mit dir.