Wie wird die Qualität der Arbeit gesichert?

In der Therapie arbeiten wir mit spezialisierten, strukturierten Behandlungskonzepten, wie zum Beispiel der Berliner Dissexualitätstherapie (BEDIT) (Beier, 2021). Die persönliche, vertrauensvolle therapeutische Beziehung steht im Mittelpunkt. Gemeinsam werden komplexe psychologische Themen bearbeitet, Risikosituationen analysiert und deliktfördernde Einstellungen verändert. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Entwicklung von Strategien zum Schutz von Kindern, die direkt in die Therapie integriert werden (Grundmann et al., 2021). Der Ansatz ist multimodal, das heißt, neben der Psychotherapie können bei Bedarf und nach sorgfältiger Abwägung auch medikamentöse Behandlungen zur Unterstützung der Impulskontrolle eingesetzt werden (Beier, 2021). Wichtig ist: Die Qualität und Wirksamkeit unserer Arbeit wird kontinuierlich überprüft. Alle deutschen Modellprojekte, die nach § 65d SGB V gefördert werden, durchlaufen aktuell eine umfassende, unabhängige wissenschaftliche Langzeitevaluation (2018–2026) durch die TU Chemnitz, beauftragt vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Chemnitz, n.d.).

Wenn Sie sich in dieser Frage wiederfinden: Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet an mehreren Standorten eine kostenlose, vertrauliche Beratung und Behandlung an. Die Schweigepflicht gilt ohne Einschränkung.

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