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Interview mit Hermann Gröhe

Interview am Rande der Jubiläumsveranstaltung am 22. September 2025: Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit a. D., erzählt, warum ihn das Projekt erst auf den zweiten Blick überzeugt hat und warum es dauerhaft gesichert werden sollte.

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Also erstens ist es eine Erfolgsgeschichte, die fortgesetzt werden muss. Wir haben damals eine befristete Regelung auf den Weg gebracht. Mir liegt es daran, dass wir diese Erfolgsgeschichte dauerhaft absichern. Und dann will ich gar nicht verhehlen, ich war überzeugt auf den zweiten Blick. Ich musste selber genauer hinschauen, weil die ersten Texte, wo ich las, die große Fokussierung auf die potenziellen Täter, Da bist du Vater von vier Kindern und denkst, wo bleiben die Opfer?

Und dann liest du zweimal, produktiv irritiert, und sagst, wer den potenziellen Täter in den Blick nimmt, ihn verstehen will, der will gerade kein Verständnis für die Tat. Und er will verstehen, wie die Tat vermieden werden kann. Und dann ist das im besten Sinne Kinderschutz. Und das hat mich überzeugt. Und leider bleibt es notwendig, denn die behandlungsbedürftigen Erkrankungen, auch oft Komorbiditäten, lassen ja die Herausforderung, dass aus Pädophilie keine Verbrechen werden, ja, wahrscheinlich unbegrenzt als unsere Aufgabe auf dem Tisch.

Was wünschen Sie dem Projekt für die nächsten 20 Jahre? Also mich beeindruckt ja sehr auch das Wachstum einerseits vor Ort, dass wir wirklich die Menschen, die sagen, ja, ich brauche Hilfe, auch dann schnell in Hilfsangebote bringen. Das hat mit der Dichte des Netzes bei uns zu tun. Aber es ist auch gut, wenn aus Europa, aus anderen Ländern auf Deutschland geschaut wird, dass also auch Schule macht.

Und das wünsche ich. Und wie gesagt, auch eine dauerhafte Stabilität. Dieses Projekt wird gebraucht. Vielen Dank.