Kann der Konsum von Missbrauchsabbildungen den Wunsch nach sexuellem Missbrauch eines Kindes stärken?

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Wissenschaftlich betrachtet wissen wir nicht, ob der Konsum von Missbrauchsabbildungen den Wunsch nach einem sexuell missbräuchlichen Verhalten verstärkt. Allerdings ist es so, dass bereits der Konsum von Missbrauchsabbildungen einen Straftatbestand darstellt, und insofern kümmern wir uns auch in der Therapie um dieses Problemverhalten.

Inwiefern der Konsum von Missbrauchsabbildungen (juristisch: kinderpornografische Inhalte) den Wunsch nach Realisierung eines sexuellen Kontaktes mit einem Kind verstärkt, kann nach gegenwärtigem Stand der Forschung nicht abschließend beurteilt werden (vgl. Dombert et al., 2016; Seto et al., 2011). Da aber bereits der Konsum strafbar ist (§ 184b StGB) und den Missbrauch der abgebildeten Kinder fortsetzt, ist der Verzicht auf den Konsum von Missbrauchsabbildungen ebenso Ziel der therapeutischen Bemühungen im Netzwerk „Kein Täter werden“.

Quellen (3)

Wenn Sie sich in dieser Frage wiederfinden: Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet an mehreren Standorten eine kostenlose, vertrauliche Beratung und Behandlung an. Die Schweigepflicht schützt Sie. Ist ein Kind gefährdet, gibt es gesetzliche Ausnahmen, über die wir offen sprechen.

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