Zielt die Therapie darauf ab, das sexuelle Verlangen zu unterdrücken?
Ziel der Behandlung ist, dass es nicht zu sexuellen Übergriffen und nicht zur Nutzung von Missbrauchsabbildungen (juristisch: kinderpornografische Inhalte) kommt. Dazu gehört, die eigene Neigung anzunehmen und mit ihr zufrieden zu leben. Die Teilnehmenden lernen Strategien, um diesen Bereich ihres Lebens zu bewältigen und insbesondere sexuelle Impulse gegenüber Kindern zu kontrollieren.
Die therapeutische Konzentration richtet sich deshalb auf das Erlernen und Trainieren von Kompetenzen zum sicheren, nicht fremd- und selbstgefährdenden Umgang mit den eigenen sexuellen Impulsen, gegebenenfalls auch mit medikamentöser Unterstützung zur Dämpfung des sexuellen Verlangens.
Somit wird der Schutz von Kindern durch die Verhinderung von sexuellem Kindesmissbrauch und der Nutzung von Missbrauchsabbildungen über die Etablierung bzw. Optimierung einer sexuellen Verhaltenskontrolle angestrebt.
Wenn Sie sich in dieser Frage wiederfinden: Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet an mehreren Standorten eine kostenlose, vertrauliche Beratung und Behandlung an. Die Schweigepflicht schützt Sie. Ist ein Kind gefährdet, gibt es gesetzliche Ausnahmen, über die wir offen sprechen.